Dienstag, 25.10.2011

Abfahrt um 10:30 Uhr in Georgensgmünd. Mein Flug geht um 13.15 Uhr. Ich muss also spätestens um 11:45 Uhr in Nürnberg am Flughafen sein und einchecken.

Ich fahre mit dem Kübel (Fiat Fiorino Kastenwagen, Anm. d. Verf. 🙂 ) nach Nürnberg. Kann das Auto am PK-Parkplatz stehen lassen. Die letzten Stationen fahr ich mit der U-Bahn. Ich bin also um 11:30 Uhr am Flughafen. Ich checke ein und warte bis der Flieger bereit steht. Der hat ca. 10 Minuten Verspätung. Um 12:45 Uhr können wir in den Bus zum Flieger steigen. Ich habe einen Fensterplatz in der 6. Reihe. Die Sitze sind ziemlich eng hintereinander und es ist wenig Platz für meine langen Beine.

Der Abflug sollte eig. um 13:25 Uhr sein, allerdings haben sich zwei Passagiere entschieden doch nicht mitzufliegen, sondern wieder auszusteigen. Somit verzögert sich der Abflug weiter. Wir starten schließlich um 13:45 Uhr. Nun stehen gut 3000 km, also ca. 4 Stunden 20 Minuten Flug bevor.

Wir fliegen mit einer Boeing 737 auf einer Höhe von ca. 11,5 km mit etwa 850 km/h. Außentemperatur -55° C.

Der Flug verläuft problemlos, beim Landeanflug auf Lanzarote hätte man dem Ruckeln und Wackeln der Maschine zufolge denken können, dass ein Teil der Wolken mal zu DDR-Gebiet gehört hat J. Wir landen um 17:15 Uhr, bei uns ist es zu der Zeit 18:15 Uhr. Meine Funkuhr stellt sich nicht automatisch um. Dann muss ich wohl umrechnen…

Um 17:20 Uhr haben wir unsere Parkposition am Flughafen in Arrecive erreicht und können aussteigen. Die erste Werbung, die mir entgegenspringt ist von „LIDL“. Nach etwa 25 Minuten Wartezeit auf das Gepäck werden wir zu den Bussen gelotst. Dort geht es gegen 18:00 Uhr weiter. Während der Busfahrt zum Hotel lese ich eine weitere Werbung von „Brunswick-Bowling“, kurz darauf taucht eine „IKEA“ auf. Ich überlege kurz ob ich wirklich über 3000 km von Zuhause weg bin? Die Palmen überall und der dunkle Boden überzeugen mich letztlich.

Die Landschaft ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Es ist eigentlich der ganze Boden dunkel. Gras, wie wir es kennen, gibt es anscheinend nicht. Ab und zu eine bodendeckende Pflanze, aber auch nur fleckweise. Und jede Menge Palmen, Kakteen und Agaven.

Gegen 18:30 Uhr Ortszeit checke ich im Hotel ein. Mein Zimmer ist für drei Personen gebucht. Ich erkläre, dass ich alleine bin. Ist offenbar kein Problem. Die Zimmer werden mit Keycards gesperrt und ich bekomme eine kurze Einführung in Englisch und ein schwarzes Armband.

Das Zimmer ist im 2. Stockwerk und ein Appartement mit Meerblick. Das Hotel ist zwar nicht direkt am Meer, man kann es aber trotzdem vom Balkon aus schön sehen. Es verfügt über eine Toilette mit Dusche, ein Zimmer mit Fernseher, Couch, Tisch und Küchenzeile sowie eine Klimaanlage. Ein weiteres Zimmer ist das Schlafzimmer mit Blick auf das Hotelgelände. Hinter der Türe muss man die Karte einstecken, die auch zum Aufsperren der Türe gedacht ist, dann schaltet sich der Strom im Zimmer ein. Nimmt man die Karte heraus, schaltet sich der Strom nach einigen Minuten wieder ab.

Im Restaurant muss man warten bis man einen Tisch zugewiesen bekommt. Ich bin so um 19:00 Uhr da. Die Tische sind elegant eingedeckt. Essen gibt es reichlich an verschiedenen Buffets. Der Rotwein ist vorzüglich J. Zum Essen gibt es Nudeln, Kartoffeln, Fleisch und Fisch, zahlreiche Salate, Wurst, Schinken, Käse, einiges von mir nicht definierbares Zeugs und ein großes Nachspeisenbüffet.

Das Personal ist auf Zack, wenn ein Tisch leer geworden ist, dauert es keine zwei Minuten, dann ist wieder komplett frisch eingedeckt. Ich bleibe eine gute Stunde, trinke noch einen Rotwein und gehe dann erst mal auf mein Zimmer. Ich schaue etwas TV und schreibe mein Reisetagebuch. Anschließend werde ich nochmal kurz raus gehen. Mal sehen was noch so geboten ist…

Es ist noch angenehm warm, wenn es auch offenbar kurz vor unserer Ankunft etwas geregnet haben muss. Dunkle Wolken hängen am Himmel.

Ich laufe nochmal durch die Hotelanlage. Zwischen Block A und C gibt es eine Art Disco. Es sind einige Leute dort und laute Musik, also nichts für mich. Ich gehe weiter zur Hotelbar. Dort ist auch noch einiges los. Ich entscheide mich noch ein paar Bierchen am Tresen zu trinken. 0,25 l-Gläser, wie soll‘s auch anders sein. Das Bier ist aber frisch und schmeckt gut.

Die meisten Gäste haben hier wohl All-Inklusiv gebucht, weil fast jeder ein schwarzes Band am Arm hat. Einige bechern ganz schön was weg. Die Barkeeper haben das ganze Szenario zu jeder Zeit perfekt im Griff.

Nachdem ich wieder im Zimmer bin schaue ich noch etwas fern. Bis jetzt habe ich drei deutsche Sender (Sat1, N24 und Kabel1) gefunden.

Das war also der erste Tag, ich gehe gegen halb 1 ins Bett, gespannt was morgen alles kommt…