Donnerstag, 27.10.2011

Um 7:00 ist Aufstehzeit. Ich mache mich fertig, koche mir einen Kaffee und mache mir ein Baguette. Nach dem Frühstück gehe ich zum Hoteleingang und warte auf den Bus. Ich bin um 8:00 Uhr da, der Bus ist für 8:10 Uhr angekündigt. Ich warte bis halb 9 und gehe dann zur Rezeption um nachzufragen. Telefonisch ist erst ab 9:00 Uhr jemand zu erreichen, also gehe ich ins Restaurant um noch einen Kaffee zu trinken. Um 9:00 Uhr ruft der Rezeptionist die Firma an. Der Busfahrer wäre um 8:00 Uhr da gewesen. Na toll! Ich war ab 8:00 draußen, da war kein Bus. Und 8:10 Uhr ist auch nicht 8:00 Uhr. Die Fahrt kann ich also vergessen. Grade die Südtour wäre die interessante gewesen, mit dem Nationalpark usw.

Es folgt noch ein Telefonat mit dem Alltours-Büro. Man sagt mir, die Reiseleiterin ist heute um 17:30 Uhr im Nachbarhotel, da soll ich dann hingehen. Also gehe ich erst mal auf mein Zimmer und überlege was ich heute dann mache? Es ist jetzt 9:30 Uhr. Ich schreibe und lese ein wenig, während ich auf meinem Balkon sitze.

11:30 Uhr: Ich habe noch keinen wirklichen Plan. Momentan ist es bewölkt, keine Sonne. Unter meinem Balkon spielen ein paar Kids Tennis. Werde dann mal an den Strand runter gehen. Hatte ich gestern Abend schon vor, aber da war es dann schon zu dunkel.

Ich mache mich also auf den Weg und laufe Richtung Zentrum. Wie soll es auch anders sein, gerade jetzt fängt es an zu regnen. Naja, es ist nur leichter Nieselregen, ich gehe also erst mal weiter. Bei meinem Glück fällt ein Großteil von den 144 Litern pro Jahr, die es hier in etwa regnet, wohl in der Woche in der ich hier bin.

Ich laufe an den Bars, Geschäften und Lokalen vorbei bis zum Strand. Das regnerische Wetter trübt diesen „Ausflug“ zusätzlich. Wenn schon mal ein Tag schlecht anfängt, geht es ja meistens so weiter…

Ich entscheide mich also wieder zurück zu gehen. Als ich auf einen Zebrastreifen zulaufe fährt ein Auto auf den Parkplatz neben mir und hupt kurz. Es ist die Reiseleiterin. Ich berichte ihr von der Nichtabholung heute Morgen und sie gibt mir umgehend das Geld zurück, da ich zufällig das Ticket noch in der Hemdtasche habe. Immerhin spare ich mir so heute Abend noch in das Nachbarhotel zu gehen.

Sie zeigt mir noch einen Shop, bei dem ich evtl. die Tour noch an einem anderen Tag durchführen kann. Ich buche also die Süd-Tour bei Last Minute Travel für den Montag. Morgen werde ich zeitig am Hoteleingang sein, falls der Bus auch wieder „Verfrühung“ hat.

Nach meiner Rückkehr von meinem Spaziergang um 13:30 Uhr gehe ich zum Mittagessen. Es gibt Kalbsbraten, Kartoffeln und wieder jede Menge andere Sachen. Der Kalbsbraten wurde von mir als lecker eingestuft und so entscheide ich mich dafür. Dazu einen Salatteller. Das Salatbüffet ist eigentlich immer das gleiche. Allerdings werden die Schüsseln bei jedem Aufbau anders angeordnet, vermutlich einzig und alleine um mich und die anderen Gäste bei der Salatzusammenstellung zu verwirren.

Nachmittags schnappe ich mir mein eigens zum Zweck des Lesens mitgenommenes Buch und setzte mich in die Poolbar. Der Himmel ist mit dunklen Wolken zugezogen, nur hin und wieder blinzelt die Sonne etwas durch. Die Temperaturen sind aber mit deutlich über 20 Grad durchaus brauchbar, lediglich wenn der Wind etwas stärker weht, erscheint es etwas kühl.

Gegen 18:30 Uhr gehe ich in mein Zimmer um meine „Erlebnisse“ niederzuschreiben. Anschließend begebe ich mich ins Restaurant zum Abendessen. Es gibt Seezunge. Die kenne ich noch von früher, hab ich schon mal irgendwo gegessen. Ich nehme also ein Stück, dazu Kartoffeln und Gemüse und den obligatorischen Salat. Nun, da mein fränkischer Gourmet-Gaumen von Fischfilet verwöhnt ist, habe ich bereits beim ersten Bissen den Mund voller Gräten. Ach ja, da war was bei Fisch… Also entsprechend vorsichtig verfahren und die Gräten vorher entfernen – so was muss einem ja auch gesagt werden…  Ich schaffe es die Seezunge ohne weitere Gräten zu verspeisen.

Nach dem Abendessen noch ein paar Ansichtskarten geschrieben und kurz in die Bar. Dort komme ich mit einem Holländer ins Gespräch, der deutsch spricht und Busfahrer ist. Er kommt öfters nach Neumarkt, Pölling, Velburg und ins Altmühltal. Wir unterhalten uns noch ein bisschen bei ein paar Bierchen und verabschieden uns gegen 22:30 Uhr. Tag drei ist somit auch vorbei. Morgen geht’s auf die Nordtour. Vorausgesetzt ich werde abgeholt…