Montag, 03.09.2012

Ich wache kurz vor sechs Uhr das erste Mal auf. Es ist noch fast dunkel. Da ich Urlaub habe beschließe ich mich nochmal umzudrehen. Eine Stunde später ist es schon heller. Es ist heute etwas bewölkter, die Sonne versucht sich Ihren Weg durch die Wolken zu bahnen. Ich stehe gegen sieben Uhr auf und wandere unter die Dusche. Nun ist Zeit, mit dem Schreiben des Reisetagebuchs zu beginnen. Die restliche Sippschaft schläft noch, was sich gegen acht Uhr ändert.

Wir gehen die Treppe nach unten. Die Oma ist schon dabei zum Frühstück Letscho zu kochen. Weiter gibt es Wurst, Käse, getoastetes Weißbrot sowie eine von Juliane frisch zubereitete Quarkcreme mit Passionsfrucht. Es ist schon fast halb zehn. Ich bemerke, dass der Nachbarshahn offenbar etwas zu spät dran ist, wenn er jetzt erst kräht. Es scheint ihm aber nichts auszumachen.

Wir räumen den Rest des Frühstücks weg und machen uns daran aufzuschreiben, was wir alles einkaufen wollen. Ich hatte natürlich nicht alles – habe meine Sonnenbrille vergessen. Also kommt sie mit auf den Zettel zu Brot, Getränken, usw. Dann fahren wir mit Sebastians Oma los nach Csorna. Dort parken wir auf einem Parkplatz in einem Innenhof, dessen Bodenbeschaffenheit eher einer Kraterlandschaft als einem Betonboden gleicht. Nachdem die Oma die Batterien Ihres Blutdruckmessgerätes tauschen hat lassen, fahren wir sie nach Hause und gehen dann im Tesco-Supermarkt einkaufen. Dort bekomme ich auch eine Sonnenbrille. Nach dem Einkauf holen wir die Oma wieder ab. Sie nimmt noch eine ganze Menge Weintrauben, die in Ihrem Garten wachsen, mit.

Zurück in Rábatamási laden wir unsere Einkäufe aus. Der Tisch und die Stühle wurden von der seitlichen auf die vordere Terrasse umgeräumt, weil es hier jetzt angenehmer zu sitzen ist. Es ist mittlerweile kurz nach 14 Uhr und es wird eine Apfelsuppe aufgetischt. Eigentlich sollte diese als kalte Sommersuppe gegessen werden, aber sie ist auch lauwarm OK. Danach gibt es noch Reis-Hackfleisch-Blumenkohl-Auflauf mit selbst gemachtem Joghurt. Sehr lecker! Dazu trinken wir „Traubisoda“, das wir im Tesco-Markt gekauft haben. Das ist eine rote Traubenschorle.

Nach dem Essen schmeißt sich Sebastian auf die Liege unter dem Baum und Juliane spielt auf dem Nintendo DS ein „Bakterienspiel“ :-). Ich nutze die Zeit um am Tagebuch zu schreiben. Dazu trinke ich eine Tasse Kaffee.

Gegen halb fünf fahren Sebastian und Juliane noch ins Thermalbad nach Kapuvár um ihre Haut dem Schwefelwasser hinzugeben. Ich unterhalte mich etwas mit Zsuzsa. Dann fährt sie mit dem Rad ins Dorf um frisches Wasser von der Quelle zu holen. Zeit für mich noch einen Kaffee zu trinken.

Etwa um 19:00 Uhr kommen Sebastian und Juliane vom Thermalbad zurück. Jetzt mache ich mich mit Sebastian nochmal auf den Weg, um eine freie Wiese zum Kiten zu finden. In direkter Nähe vom Haus verlaufen leider Oberleitungen, also fahren wir ein Stück aus dem Dorf hinaus. Dort finden wir links eine abgemähte Wiese. Die ist perfekt. Es geht ein leichter Wind und wir packen die Lenkmatte aus. Anfangs ist der Wind noch recht schwach und die Kammern wollen sich nicht so recht mit Luft füllen. Dann frischt der Wind aber etwas auf und die Matte fliegt. Anmutig bewegt sie sich durch die Luft. Leider wird es jetzt dunkel und so packen wir alles wieder ein und fahren zurück.

Wir vespern noch etwas von unseren eingekauften Sachen, die Oma hat Maiskolben gekocht. Dazu gibt es wieder ein ungarisches Seidla Bier. Um ca. 9 Uhr verzieht sich Juliane ins Bett, Sebastian und ich gehen gegen halb zehn nach oben und schauen noch kurz im Internet wegen der morgigen Fahrt nach Wien. Als Absacker gibt es dazu ein Glas ungarischen Rotwein. Weil das Guthaben auf der SIM-Karte aber dann aufgebraucht ist, brechen wir ab und beschließen am nächsten Morgen auf Zsuzsa‘s Notebook nachzuschauen. Wir gehen gegen 22:00 Uhr ins Bett. So findet auch der zweite Tag sein Ende.