Montag, 31.10.2011

Nachdem ich um 7:30 Uhr aufgestanden bin und geduscht habe, mache ich mir einen Kaffee. Zum Frühstück gehe ich heute nicht, das wird mir zu knapp. Kurz nach 8:00 Uhr verlasse ich das Hotel und gehe zur Bushaltestelle, an der ich abgeholt werden soll. Der Bus kommt um 8:30 Uhr und wir sammeln erst mal ca. 45 Minuten weitere Teilnehmer ein. Wir fahren an die Küste nach ElGolfo. Hier bleiben wir knapp eine halbe Stunde und fahren dann weiter nach Yaiza, wo es die Möglichkeit zum Frühstück gibt. Yaiza hat den Preis für  das sauberste und schönste Dorf ganz Spaniens gewonnen.

Ich genehmige mir einen Kaffee und einen Donut. Danach geht es weiter Richtung des Timanfaya-Nationalparks. Zuerst machen wir Station beim Dromedarreiten. Während des Wartens, bis alle aufgestiegen sind, meint das hinter mir liegende Dromedar mich ständig anstupsen zu müssen. Nachdem die Kamele aufgestanden sind kommt es wieder an und stupst mir gegen den Kopf. Zum Glück hat es einen Maulkorb um. Ich tätschel es etwas am Kopf und spreche mit ihm, bekomme aber keine Antwort, es versteht wohl kein Deutsch… Klar, es ist ja auch ein spanisches Dromedar. Der Dromedarritt ist ziemlich wackelig und das vorderste Dromedar hört nicht immer auf seinen Führer.

Nach dem erfolgreichen Wiederankommen geht es weiter in den Nationalpark Timanfaya. Dort bekommen wir vier Demonstrationen. Zuerst holt ein Mitarbeiter eine Schaufel voll Lavagestein aus etwa 30 cm Tiefe aus dem Boden und verteilt es an die im Kreis stehenden Teilnehmer in die geöffneten Hände. Die meisten schmeißen es sofort wieder weg, denn das Material ist schätzungsweise ca. 50-60 Grad heiß. Ich nicht J. Zwar wechsle ich es drei bis vier Mal von der einen Hand zur anderen, dann kann ich es aber aushalten.

Weiter geht es mit einem Loch, in dem es auf ca. zwei Meter Tiefe etwa 250 Grad heiß ist. Ein dort hineingestecktes Büschel Reisig entzündet sich nach kürzester Zeit.

Beim dritten Experiment wird ein Eimer Wasser in eine Röhre geschüttet, die ca. zehn Meter in die Tiefe geht. Dort unten hat es ca. 400 Grad und das Wasser schießt in einer Fontäne als Art Geysir wieder aus dem Rohr.

Abschließend wird ein von der Erdwärme betriebener Grill gezeigt, mit dem das Restaurant gegrillte Speisen zubereitet.

Nun startet die Rundfahrt durch den Nationalpark mit Erklärungen und Fotostops. Das Alles ist sehr interessant und die bizarre Landschaft ist atemberaubend. Diese Fahrten dürfen nur mit Bussen gemacht werden und man darf auch nicht aussteigen. Auch diejenigen, die mit dem Auto kommen, müssen vom Parkplatz auf in einen Bus zu der Tour steigen. Die Tour wird untermalt von eigens dafür komponierter Musik mit Erklärungen in Deutsch und Englisch.

Nach der Tour geht es erneut nach Yaiza zum Mittagessen. Es gibt zuerst eine Gemüsesuppe mit Kichererbsen, danach Hühnchen oder Fischfilet. Ich nehme den Fisch, auch wenn ich die Erfahrung vom Donnerstag noch gut in Erinnerung habe. Allerdings ist es ja diesmal Fischfilet.  Dazu werden Papas arrugadas (Kartoffeln, mit Schale in Salzwasser gekocht) serviert. Außer 2-3 großen Gräten ist auch nichts weiter auszusetzen. Nachdem Essen kann noch die Kirche von Yaiza besichtigt werden.

Wir fahren weiter zur Weinprobe nach La Geria. Es gibt zwei Weißweine zum Probieren. Dort kann man auch im nebenan gelegenen Souvenirshop einkaufen. Ich nehme mir eine Flasche Wein mit. Der Nippes im Souvenirshop ist nichts für mich.

Beim wieder in den Bus einsteigen werden Bilder vom Dromedarritt an alle verteilt. Allerdings soll das Bild fünf Euro kosten und so lehne ich ab.

Während der Fahrt sehe ich auch größere Grünflächen. Dabei handelt es sich um den Golfplatz sowie einen Kreisverkehr. Ich muss also etwas revidieren. Es gibt doch Gras… Allerdings scheinbar keine Ampeln, dafür viele Kreisverkehre, die teilweise in der Mitte sehr schön angelegt sind.

Ich bin um 15:30 Uhr wieder zurück am Hotel. Die Fahrt war interessant, zum Glück hatte ich mich bereits im Vorfeld etwas informiert, denn das Deutsch der Reiseleiterin war nicht besonders gut. Einige Sätze waren ziemlich zusammenhangslos. Auch hat sie im Gegensatz zu dem Reiseführer der Nordtour am Freitag sehr wenig gesprochen. Dass die Tour in deutscher und englischer Sprache zugleich war, hat das Ganze etwas langatmig gemacht.

Dennoch ein sehr schöner Ausflug in eine Landschaft, die einen teilweise glauben lässt, man wäre auf dem Mond…

Ich bringe also meine sieben Sachen aufs Zimmer, gehe kurz an die Poolbar, um etwas zu trinken und beschließe dann runter in die Stadt und an den Strand zu gehen. Man erkennt übrigens sofort, ob einem Einheimische oder Urlauber am Gehweg entgegen kommen. Ratet mal welche es sind, die zu dritt nebeneinander gehen und keinerlei Anstalten machen etwas zur Seite zu gehen bzw. kurz hintereinander zu laufen, wenn jemand entgegenkommt? Also gut, ich sehe mir die Geschäfte und Lokale an (es gibt hier jede Menge asiatische Gaststätten), nehme noch ein kleines Mitbringsel mit und genieße dann den Sonnenuntergang am letzten Urlaubstag. Leider ist dieser etwas durch Wolken getrübt, dennoch ein überwältigendes Naturschauspiel. Meine Wanderung dauert insgesamt bis 18:30 Uhr.

Wieder zurück ist es Zeit den heutigen Tag niederzuschreiben. Daraufhin gehe ich noch in eine in der Nähe des Hotels gelegene Pizzeria. Für den letzten Tag gönne ich mir heute ein Essen außerhalb des Hotels. Die Pizza ist sehr gut, frisch gemacht, nur der Teig könnte etwas mehr Salz vertragen. Alles in allem aber sehr empfehlenswert.

Es geht noch zum Tagesabschluss in die Hotelbar, wo ich die Holländer wieder treffe. Wir reden noch ein wenig und ich verabschiede mich noch von Isabel und Poli, die heute Bardienst haben. Um 23:00 Uhr ist der letzte volle Urlaubstag in Lanzarote also nun auch vorbei.