Montag

Ich wache auf, draußen scheint die Sonne und es ist 9:00 Uhr.

Arancha ist grade dabei zur Arbeit zu gehen. Iker schläft noch. Nach zwei Kaffee gehe ich erst mal runter zum Hiperdino-Supermarkt und schau mich etwas um. Beim Betreten schallt mir „I’m dreaming of a white christmas“ um die Ohren… Wie passend auf Teneriffa, wo es nie schneit (außer oben auf dem Teide).

Wieder zurück, kommt Iker grade aus seinem Zimmer und geht ins Bad. Wir sitzen dann noch einige Zeit im Wohnzimmer und unterhalten uns etwas (soweit ich was verstehe; er redet nämlich immer sehr schnell und verschluckt – vor allem am Wortende – Buchstaben, wie es die Canarios gerne tun).

Dann schnappt er sich sein Rad und fährt ein bisschen durch die Gegend. Ich gehe runter in die Stadt. Ich kenne noch alles – es ist als wäre ich erst vor wenigen Tagen da gewesen, dabei ist es schon über zwei Jahre her.

Um kurz nach 1:00 Uhr bin ich zurück, Arancha ist schon da und hat Linseneintopf mit Kartoffeln und Chorizo vorbereitet. Wir machen noch einen Salat dazu und Iker, der mittlerweile auch zurück ist, macht noch Tortillas.

Nachmittags muss Arancha nochmal arbeiten und ich mache mich auf den Weg zu einem Supermarkt, in dem es Roggenmehl geben soll. Nachdem hier fast alles nur mit Weizen gebacken wird, ist das gar nicht so einfach.

Ich gehe also los und – wie soll’s auch anders sein – den Supermarkt gibt es nicht mehr oder er heißt jetzt anders, denn ein Supermarkt ist an der Adresse vorhanden. Ich gehe also durch die Regale und finde tatsächlich eine Packung Roggenmehl, aus Deutschland von der Fa. Diamant. Es ist allerdings die einzige Packung und die ist leider aufgerissen. Also lasse ich das und gehe weiter zum Plaza de Candelaria – ich brauch jetzt ein Bier. Dort befindet sich das 100 Montaditos, in dem ich schon 2014 immer mal wieder abgestiegen bin. 🙂 In einer Bäckerei auf dem Weg sehe ich ein „Pan centeno“, also ein „Roggenbrot“ liegen und nehme das direkt mit. Mal sehen was die hier so als „Roggenbrot“ unter die Leute bringen. Ich werde die nächten Tage berichten…

Ich lasse mir also eine Halbe Bier für 1,50 € schmecken und ziehe dann weiter. Ich schaue auf dem Weg noch beim Mercadona vorbei, aber die haben auch kein Roggenmehl. Im Hiperdino, direkt vor dem Haus, werde ich aber schließlich fündig. Dort gibt es eine „Öko“-Abteilung und die haben „Harina de centeno“. Perfekt! Ich brauche nämlich etwas davon für mein Lebkuchenhaus-Rezept, das wir zusammen machen wollen und evtl. backe ich mal ein richtiges Schwarzbrot. Ich setzte heute abend mal einen Sauerteig an und wenn der was wird – was eigentlich bei den Temperaturen kein Problem sein sollte – backe ich in den nächsten Tagen mal ein ordentliches Brot.

Zurück in der Wohnung treffe ich Iker, der gerade auf dem Sprung nach draußen ist. Ich gehe nach meiner Tour erst mal unter die Dusche und lass es dann gut für heute sein. Arancha hat angekündigt, dass es bei ihr heute etwas später wird.

Wen’s interessiert, hier noch meine „kleiner“ Spaziergang von heute:

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